GPRS - Der “General Packet Radio Service”
GPRS ist ein paketorientierter Übertragungsdienst, der im Bereich des Mobilfunks
eingesetzt wird. Im Gegensatz zum leitungsvermittelten Datendienst CSD, werden
die Daten bei GPRS beim Sender in einzelne Datenpakete umgewandelt, als solche
übertragen und beim Empfänger wieder zusammengesetzt. GPRS-Abrechnungen sind
deshalb hauptsächlich von der übertragenen Datenmenge abhängig und nicht von
der Verbindungsdauer.
Fast alle neuen Mobiltelefone unterstützen GPRS als Datenübertragungsdienst.
Er eignet sich für die Betrachtung von WAP-Seiten und auch der Multimedia
Messaging Service (MMS) basiert auf ihm. Oft kann auch ein mobiler Computer mit
einem GPRS-fähigen Mobiltelefon verbunden werden, um diesen Geräten einen
schmalbandigen Internetzugang zu gewähren. Das Mobiltelefon fungiert dann als Modem.
Beliebt sind in diesem Zusammenhang auch Steckkarten für Notebooks.
Ein weiterer Anwendungsfall ist die Ortung von Fahrzeugen und Objekten, bei der
GPRS zur Übertragung von Positions- und Telemetriedaten benutzt wird und damit
in so gut wie allen Navigation-Systemen seine Anwendung findet.
Mit GPRS kann man sich also in aller Ruhe eine WAP-Seite ansehen und durchlesen,
da der Gebührenzähler nicht ständig im Hindergrund mitläuft.
Sollten Sie schon ein UMTS-Handy besitzen, so gelten für dieses neue Mobilfunknetz
die gleichen Einwahldaten wie für GPRS über GSM. Anstelle von GPRS tritt nicht zuletzt wegen der sinkenden UMTS Tarife das schnellere Übertragungsprotokoll UMTS mit HSDPA.